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Den Alltag vergessen und einfach mal lachen

1986 – Der Meisterlügner

Lustspiel in drei Akten von Hans Kirchhoff
Aufgeführt am 06. und 07. Juni 1986 im Bürgerhaus Rohrbach

Akteure
Ernst Sieglals Paul Stein (Maschinenbaumeister)
Hannelore Bermondals Hanna (seine Frau)
Giesela Praals Heike (deren Tochter)
Annette Praals Wally (deren Tochter)
Werner Reimals Heinz Rosen (Heikes Mann, Monteur)
Jörg Görlichals Horst Horsten (sein Freund, Schauspieler)
Marlene Fischerals Amanda Pieseke (Pauls Schwiegermutter)
Reinhard Perronals Max Brünn (Pauls früherer Kollege, Rentner)
Horst Adamals Horn (Direktor der Maschinenbau A.G.)
Regie

Marianne Heleine

Souffleuse

Ute Kräh

Inhalt

Man muss nicht unbedingt an die See fahren, um sich zu erholen Schickt man Frau und Töchter allein, hat man zu Hause Tür und Tor offen für seine höchst privaten Neigungen – etwa einmal nach Herzenslust tief ins Glas zu sehen. Ein einfach genialer Gedanke des geplagten Familienvaters, dem sich der Schwiegersohn nur zu gern anschließt. Einfach ist das natürlich nicht, so in allerletzter Sekunde von der Urlaubsfahrt abzuspringen, aber ein so köstlicher Gedanke rechtfertigt schon eine kleine Notlüge. Allerdings, wer einmal lügt, der muss meistens weiter lügen! So muss die Familie Keuchhusten bekommen, Direktor Horn Montagebefehl nach München geben, der angehende Schwiegersohn die Haushüterin spielen und auch falsche Telefonate und Telegramme lassen sich leider nicht vermeiden. Alles Kleinigkeiten, die ein routiniertes Familienoberhaupt spielend bewältigt. Schon ist man allein und entkorkt die erste Flasche – da nimmt das Schicksal seinen verhängnisvollen Lauf. Die Schwiegermutter steht in der Tür, die Pseudo-Haushüterin versagt, die Schlaftabletten werden vertauscht und – schon kaum mehr fassbar – der eingeladene Trinkkumpan entpuppt sich als verschollener Schwiegervater. Da muss man schon lügen können und der Herr des Hauses wächst förmlich – wenn auch in Todesängsten – über sich hinaus. Als aber Frau und Töchter unerwartet vom Bahnhof zurückkommen, ist wahrhaftig guter Rat teuer. Natürlich wird weiter gelogen! Und wie!!! Jetzt muss der Schwiegersohn in spe die Rolle wechseln und den Direktor Horn darstellen. Welch ein Unglück aber, das ausgerechnet in diesem Augenblick Direktor Horn persönlich auftaucht! Kein Wunder – jetzt verliert unser Meisterlügner die Nerven und tatsächlich wäre es beinahe zur Familienkatastrophe gekommen. – Doch keine Angst, um Haaresbreite renkt sich alles so gerade im allerletzten Augenblick wieder ein. 

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